Abduktor

Gesundheitliche und körperliche Auswirkungen:

Die seitliche Gesäß- und Hüftmuskulatur ist für das Spreizen der Beine und zusammen mit den Adduktoren für die Stabilisierung des Hüftgelenkts zuständig. Wenn hier bis in die Dehnung trainiert wird, kann damit zusätzlich die Beweglichkeit in der Hüfte verbessert und dadurch Rückenschmerzen vorgebeugt werden.

Beim Gehen und Laufen stabilisieren die Abduktoren das Becken und tragen dazu bei, dass Becken und Knie beim Auftreten nicht nach innen kippen und dadurch auch die Füße nicht nach innen knicken. Zu schwache Abduktoren können den Laufstil deutlich verschlechtern und sind eine typische Ursache von Laufverletzungen. Schlag- und Wurfsportarten, die von Stabilität, Beweglichkeit und Kontrolle in Rumpf und Hüfte profitieren, erfordern ebenfalls eine angemessene Kräftigung der Abduktoren.

Auch in der Physiotherapie ist eine Abduktoren-Maschine sinnvoll. Ein Abduktoren-Training kann z.B. bei Hüftdysplasie, X-Beinen oder künstlichen Hüft- oder Kniegelenken hilfreich sein.

Grundposition: Mit aufgerichtetem Rücken an das Sitzpolster lehnen. Die Oberschenkel- bzw. Knieaußenseite an die Polster anlehnen und die Füße auf der Fußstütze abstellen.

Startpunkt: Die zwei Hebelarme sollten sich soweit innen wie möglich befinden.

Endpunkt: Der Endpunkt ist dann erreicht, wenn eine leichte Dehnung an der Innenseite der Oberschenkel oder der Hüfte spürbar ist.

Übungsbeschreibung: Bei der Übung werden die seitlichen Griffe gehalten, um den Körper zu stabilisieren. Die Beine werden gegen den Widerstand von innen nach außen geöffnet.

Variation: Der Abduktor bietet zwei unterschiedliche Variationsmöglichkeiten an. Entweder wird der Oberkörper gerade aufgerichtet und die Füße auf der körpernahen Sprosse abgestellt oder am Polster abgelehnt und die Füße auf der entfernten Sprosse platziert. Je nach gewählter Sitzposition werden unterschiedliche Muskelanteile beansprucht.